Hier montieren wir ein Pärchen wunderschöne Campagnolo Gran Sport-Naben (neu aus Altbestand) in polierte TB 14-Felgen von H+SON. Wie bei vielen Naben aus den 1980er Jahren und früher wurden die Speichenbohrungen im Flansch nur ø 2,3 mm gebohrt. Das ist zu eng für die heute üblichen Speichen mit ø 2,0 mm am Kopf. Aufbohren kam für uns nicht in Frage, um den Flansch nicht zu schwächen. Also schlankere Speichen. Wird das nicht zu weich?
Die Lösung für stabile und zuverlässige Laufräder
In unserem Sortiment haben wir die passenden Speichen DT Swiss Champion in ø 1,8 mm. Diese sitzen perfekt im Gran Sport-Nabenflansch. Der Speichenbogen ist etwas weniger robust als einer mit ø 2,0 mm. Das leuchtet ein. Es muß daher alles getan werden, um Ruhe ins Speichengerüst zu bringen. Das gelingt uns mit dem Binden & Verlöten der Speichenkreuzungen. Die Speichen stützen sich damit bestens aneinander ab.
Traditionelle Laufradkunst - Pro & Contra
Die Vorteile haben wir eben geschildert. Sollte man also immer Binden & Verlöten? Dagegen spricht lediglich der hohe Zeitaufwand von ca. 1 Stunde je Laufrad. Wenn Sie mehr Stabilität brauchen, empfehlen wir zunächst die Wahl einer belastungsgerechten Felge. Mehr und dickere Speichen sind der nächste Schritt. Das Ganze muß natürlich optimal montiert werden. Ist mit dem möglichen Material alles ausgereizt, dann kommt das Binden & Verlöten in's Spiel.
Lernen, wie es geht
Im Workshop Binden & Verlöten in unserer Wheel Academy können Sie mit professioneller Anleitung selbst Hand anlegen und Ihr eigenes Laufrad optimieren.
Sechs bis sieben Wicklungen pro Kreuzung verleihen dem Speichengerüst zusätzliche Stabilität. Zum Schluß wird die Wicklung mit Lötzinn fixiert.

Das fertige Laufrad vorn.
Das fertige Laufrad hinten.